Right Here, Right Now – Toxische Weiblichkeit und echte Begegnung
Viele von uns verfügen heute über eine differenzierte Sprache für Gefühle, Grenzen und gesellschaftliche Dynamiken – und erleben trotzdem, wie schwer es ist, im Kontakt mit sich selbst und anderen wirklich gegenwärtig zu bleiben. Stattdessen greifen wir oft auf erlernte Rollen und Strategien zurück: Anpassung, performte Nähe, emotionale Kontrolle oder das ständige Antizipieren der Bedürfnisse anderer.
In diesem Erforschungsraum verbinden Sophia Fritz und Christina Lehr von ehrlichleben kurze Inputs zu weiblicher und männlicher Prägung mit traumasensiblen Körperübungen, Reflexion und Begegnung. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Beziehung möglich wird, wenn wir nicht nur über unsere Muster sprechen, sondern beginnen, sie im gegenwärtigen Moment wahrzunehmen.
Gemeinsam erforschen wir, wie Scham, Bedürftigkeit, Unsicherheit oder der Wunsch nach Zugehörigkeit unser Verhalten beeinflussen – und weshalb emotionale Sensibilität nicht automatisch zu echter Nähe führt. Wie begegnen wir einander jenseits von Selbstoptimierung, Analyse oder sozialer Performance? Was passiert, wenn wir aufhören, uns ständig zu kuratieren?
Der Raum versteht sich nicht als Therapie, sondern als gemeinschaftlicher Erfahrungsraum. Es braucht keine Vorkenntnisse, nur Offenheit und Neugier.
